r/ADHS • u/kaiokenflx161 • 16h ago
r/ADHS • u/Cubicany • 5h ago
Tipps/Vorschläge Nur noch Arbeit Essen Schlafen und sonst nichts
Also ich weiß momentan auch nicht, was los ist.
Ich hänge wieder in der „Arbeit, Essen, Schlafen“ Schleife.
Tagsüber geht das alles irgendwie, kaum komme ich heim ist die Energie quasi SOFORT weg. Haushalt bleibt schon wieder seit 2 Wochen alles liegen, selbst am Wochenende schaffe ich es kaum, mir fehlt auch inzwischen jede Lust irgendwie sich mit Leuten zu treffen oder sonst irgendwas.
Vor diesen zwei Wochen hatte ich mal ein Wochenende wo ich mich mal wirklich extrem überwinden musste, zu spülen, davor war auch 6 Wochen NICHTS möglich, abseits der Arbeit fühlt es sich momentan wirklich an, als würde ich durch dicken Honig laufen, schaffe es maximal mir irgendwelchen Fertigfraß rein zu schieben oder Bringdienst. Dazu gesellt sich regelmäßiger Durchfall ohne ersichtlichen Grund und dieser Zustand besteht jetzt schon, wenn ich die paar Tage wo es mal besser war, seit 4-5 Monaten oder so. Es ist immer so, dass es 4-6 Wochen richtig KACKE ist, dann folgen mal 2-3 Tage wo es wieder etwas besser läuft, aber danach ist wieder so ein Loch.
Habe derzeit nicht mal die Kraft für Dusche, Friseur, manchmal gehe ich morgens ohne gewaschene Haare raus, weil ich pack es einfach nicht, die Dinge auch noch zu tun.
Aber paradoxer Weise läuft es auf der Arbeit an sich recht gut, aber nach Feierabend eben dieser besagte „Einschlag“ und so ist das Bad seit 2 Monaten nicht geputzt, die Wohnung allgemein immer sauiger, aber für wen lohnt es sich denn schon, aufzuräumen? Kommt eh keiner, Energie wen einzuladen hab ich eh nicht.
Ich schlafe derzeit 13 Stunden oder so und selbst das hilft kaum, die Energie aufzufüllen.
Vielleicht hat ja jemand mal eine Idee oder so, was da so schief läuft, ich weiß momentan echt nicht mehr weiter.
r/ADHS • u/Julian_Sark • 11h ago
ADHS Diagnose Speed-Running
Moin!
Die, die jetzt denken es gibt hier das Rezept, wie man schnell an ADHS-Diagnose oder Behandlung kommt, muss ich leider enttäuschen: Ich habe selber 30 Jahre nach Hilfe gesucht. Trotzdem erzähle ich Euch die Erfahrungsgeschichte von meinem ADHS Speed-Run.
Symptome: Anhedonie (Freudlosigkeit), Exekutive Dysfunktion außer im Job, übermäßiges Ruhebedürfnis nach sozialer Interaktion, das Gefühl ständigem "Maskings", zeitweise enorme Müdigkeit, innere Leere, innere Unruhe, Gedankenkarussell aber trotzdem "Brain Fog", übermäßig sensibel bis hin zum "Meltdown" in lauten Umgebungen und in Menschenmassen.
Vor 25 Jahren hieß die Diagnose dazu: mittelschwere depressive Episoden. Später habe ich alle Antidepressiva-Klassen ausprobiert außer Lithium, aber "hartes Zeug" wie MAO Hemmer inklusive. Es hat frappierenderweise gar nichts irgendwie gewirkt oder neben-gewirkt, war wie Zuckerpillen essen.
Dann hieß es: Trauma. PTSD, oder eigentlich C-PTSD, aber das war damals noch nicht kodifizierbar. Also Gesprächstherapie und EMDR.
Es war immer irgendwie auch Autismusverdacht dabei, damals nannte man das ja noch Asperger, hat aber keiner verfolgt. Genau so wie Verdacht auf Angststörung.
Vor einigen Jahren sah ich dann ein Video vom Chaos Computer Club über eine Frau mit ADHS, die erzählte, wie sich ihr Gedankenkaroussel dreht, wenn sie irgendwo hin reisen muss: Was muss ich mitnehmen? Wie wird das Wetter? Was, wenn der Bus nicht fährt? Tausend Dinge, absolut lähmend.
Also der Versuch, ADHS Diagnose zu kriegen. Wie viele von Euch wissen: Fark that. Alles ausgebucht, selbst privat, und das wenige was es gibt, ist alles nur für Kinder.
Zeitsprung Anfang 2024: Eine Hausärztin, die vermutlich auch ADHS hat und darum "im Thema" zu sein scheint, sagte mir, sie "kennt da jemand, der ein bisschen verrückt ist". Ich so: "Oh ja!"
Zeitsprung 2025, weil ich mir "aus Gründen" erstmal noch in der lokalen Klinik einen Termin holen musste, den es überhaupt nur mit unverhohlenen Rechtsmittel-Drohungen und sechs Monaten Wartezeit gab. Da wurde mir, wenig überraschend, der Klassiker präsentiert: "Da sie nicht in der Schule sitzen geblieben sind, und kein arbeitsloses Wrack, können Sie kein ADHS haben, guten Tag".
Ich weiß nicht was die Leute in dieser Klinik beruflich so machen, aber "helfen" oder "Medizin" kann es jedenfalls nicht sein.
Ich werde danach endlich bei dem Spezialisten diagnostiziert. Fragebögen. Anschließend: "Gratuliere: Sie haben atypischen Autismus und ADHS - aber sowas von!" Aber auch schon mit dem Hinweis: Trauma kann wie ADHS aussehen.
Es folgten weitere Untersuchungen mit viel viel Wartezeit und der dreistesten MRT-Praxis der Nation. Dann schlussendlich durfte ich Medikamente bekommen. Standard wäre Medikinet, ich wollte aber Elvanse. Bekam ich dann auch (Generikum).
Elvanse tat, bis near-as-makes-no-difference zur Höchstdosis - nix. Gar nix. Nicht mal Blutdruck oder Puls wurden beeinflusst, keine Nebenwirkungen, nix. Der Drogentest, den ich auf Ebay bestellte, hat aber noch eine Woche lang bezeugt, dass ich erfolgreich "Amphe p*sse", also die Auftrennung in Lysin und Amph, die war erfolgreich (aber die ist biologisch auch ultra robust, die würde vermutlich sogar noch im Koma funktionieren ...)
Also nächste Station: Ritalin Adult. Das tat auch nix. Ebenfalls auch nix vegetatives. Null. Wie Smarties essen.
Gestern habe ich also meine Diagnose ADHS wieder verloren - daher "Speed Run". Toll. Ich hatte das grade in meinem Podcast thematisiert. Gut, dass ich das AuDHD T-Shirt noch nicht bestellt habe ...
Die Folgerung ist jetzt, dass ich atypischen Autismus und Trauma habe, und das Trauma bei mir voll wie ADHS wirkt, mit allen Symptomen und Leiden, aber es IST kein ADHS, weil es nicht auf die Medikamente anspricht und damit nicht den Diagnosekriterien genügt.
(edit: Ich kopiere den Teil mal hier oben rein, weil ich das für das Verständnis für relevant halte: Die Diagnosekriterien (ICD-10) für ADHS in Deutschland sehen vor, dass per Differentialdiagnose geguckt werden muss, ob es nicht mit höherer Wahrscheinlichkeit etwas anderes sein kann. Wenn es also mit höherer Wahrscheinlichkeit "Trauma, sieht aus wie ADHS" ist, dann darf konsequenterweise kein ADHS diagnostiziert werden. Insofern ist das schon richtig und logisch einleuchtend - finde ich.)
Ist zwar blöd, dass ADHS jetzt offiziell weg fällt - für den GDB-Antrag zum Beispiel, aber Autismus plus Trauma ist immer noch heftig, und die Diagnose hilft mir ungemein. Ich gehe relativ offen mit diesen Sachen um, und zu anderen oder auch nur mir selbst sagen zu können: "Das wird mir jetzt zu viel, mein Hirn ist anders gestrickt als Eures" hilft mir schon ungemein.
Wie geht's weiter? Mein Arzt hält Guanfacin (fände ich interessant) nicht für vertretbar, ich sehe, wie er auch, in Amoxetin nicht so die Chance. Dass die Medikamente nicht mal vegetativ wirkten (ich hätte nach Amphetamin direkt schlafen können wie ein Kleinkind ...) könnte bedeuten, dass ich das mit ganz seltener Genetik zu schnell verstoffwechsele, aber der Drogentest spricht dagegen, und der Labor-Gentest ist außerhalb der vertretbaren Diagnostik.
Ich habe vorgeschlagen, mal über Endokrinologe Laborwerte machen zu lassen über die "Precursor" im Blut, die für die Botenstoffe im Hirn ausschlaggebend sind, über Schilddrüse und auch mal Hormonspiegel, das ist noch nicht vom Tisch.
Aller Voraussicht nach werden es aber als nächstes niedrig dosierte Neuroleptika der 2. Generation. Also nach meinem Kenntnisstand die Sachen, die das Gehirn beruhigen und Dopamin and Friends eher senken, als sie zu erhöhen. Das könnte das Gehirnkarussell beruhigen und die innere Unruhe verbessern, aber könnte auch wieder die Anhedonie steigern; muss man halt mal sehen. Jedenfalls haben diese Präparate in Studien Autisten geholfen mit der Welt etwas besser klar zu kommen, und können niedrig dosiert eventuell auch die ADHS-Symptome etwas eindämmen, wenn die eben NICHT von ADHS, sondern von Trauma kommen.
Ultimativ leuchtet das ja auch ein: Trauma, grade langfristiges und frühkindliches, führt dazu, dass sich das Hirn anders entwickelt und später ständig im Stress ist. "Fight or Flight" sozusagen. Wenn das voll durchschlägt, endet das womöglich in Schizophrenie, das weiß ich nicht und ist reine Spekulation, aber es würde erklären, warum Trauma ADHS-Symptome produzieren kann, die von ADHS nicht unterscheidbar sind; soviel ist bekannt.
Ich freue mich, falls dieses Wissen dem ein oder anderen helfen kann; ich musste mir das jedenfalls zusammen suchen, als ich perplex recherchiert habe, warum der "große Hoffnungsträger" Elvanse bei mir so gar nichts tat.
Ich nehme gerne Ratschläge und freue mich auch, wenn Diskussion entsteht, aber ich suche grade nicht verzweifelt Rat, das ist mein Erfahrungsbericht. Ganz besonders, nix für Ungut, schreibt mir bitte nicht "probiert stattdessen dies und das", es sei denn es ist medizinisch fundiert, und schreibt mir bitte nicht: "Such dir einen anderen Arzt." Ich habe 30 Jahre gesucht. Dieser hier ist sehr gut in seinen Themen, auch ADHS, und hat sich schon jetzt mehr gekümmert als jeder andere Arzt in diesen 30 Jahren, und wir sind vielleicht nicht mit allem, aber doch weitgehend auf der selben "Wellenlänge".
Thanks for listening to my TED talk.
Medikamente Medikinet seltsame Nebenwirkungen?
Ich hab gestern zum ersten mal Medikinet unretardiert eine halbe 20mg genommen und am Ende gab's einen Krankenwagen.
Ich hab's eingeworfen und nach kurzem Warten hat innerhalb von 1-3 min die Wirkung eingesetzt.
Ich ging über von stark kreativ hyperfokussiert zu "langweilig".
Auf die Arbeit konnte ich mich trotzdem nicht konzentrieren und hab statt dessen palworld gezockt.
Problematisch wurde dann aber, dass ich Kopf- und Nackenschmerzen bekam und langsamer wurde.
Ich hab gelallt und Wortfindungsprobleme bekommen. Ich hab auch Satzbau und Worte durcheinandergebracht.
Mir war irgendwie schwindelig, ohne richtigen schwindel.
Mein Mund fühlte sich komisch an, wie kurz nach einer Narkose. Noch nicht bamstig, aber ... komisch.
Ein bisschen visuelle Effekte hatte ich auch. Reflexionen waren intensiver und fühlten sich bunter an.
Mit dem Bewusstsein hab ich das alles komplett sane beobachten können, aber nach außen war ich komplett weird und stoned.
Ich hab dann zur Sicherheit mal bei der Ärztehotline angerufen und die meinten es klingt zwar nach Schlaganfallsymptomen, aber ist es wahrscheinlich nicht, aber um sicherzugehen schickt sie mir einen Krankenwagen. Die haben mich dann untersucht, keine ernsthaften Anzeichen dafür gefunden und ich hab mich dann entschlossen gegen ärztliche Empfehlung wieder nach Hause zu gehen statt mit ihnen ins Krankenhaus zu fahren.
30-60 min nach der ganzen Misere hörte das Medikament ziemlich schnell auf zu wirken.
Ein bisschen komisch fühlt sich mein Mund auch heute noch an, ein bisschen nachgeschwungen ist es, hab ziemliches Bauchweh (muss nicht zusammenhängen), aber nun da ich es nicht mehr nehme füphl ich mich wieder halbwegs ok.
Ich kann halt nichts davon auf der Packungsbeilage erkennen ... was ist da passiert?
Edit:
Da ich mich schleht ausgedrückt habe, wollte ich klarstellen: die Wirkung trat erst nach irgendwas zwischen 15 und 25 Minuten ein. Danach hat sich die volle Wirkung innerhalb von 1-3 Minuten eingestellt.
Diagnose/Facharztsuche ADHS-Befund heute erhalten
Moin Leute, heute habe ich es offiziell schwarz auf weiß, ein Verdacht den ich Jahre aufgeschoben und dahinprokrastiniert habe und nun ist er amtlich: Ich habe ADHS.
Ist etwas befreiend, aber ich war nicht überrascht oder verblüfft keineswegs. Jedoch bin ich über eine Sache gestoßen:
Hauptdiagnose
F98.80 G1 Aufmerksamkeitsstörung ohne Hyperaktivität mit Beginn in der Kindheit und Jugend
Nebendiagnose(n)
F33.0 V.a. Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode
Und zwar hat mich die Psychotherapeutin anscheinend nebenbei mit einer depressiven Störung diagnostiziert. Wir hatten eigentlich im Rahmen der Diagnose nicht viel Berührungspunkte mit dem Thema Depression und ich bin bisschen überrumpelt; Hat das jetzt eine Konsequenz? Ich hatte gehört das dies zum Bsp. bei Tätigkeiten im öffentlichen Dienst ein Ausschlusskriterium sein könnte etc.
Was sind nun das ich diesen Befund in den Händen, halte die nächsten Schritte?
Vielen Dank für alle Beiträge
r/ADHS • u/enwritesstuff • 13h ago
Diagnose/Facharztsuche Zu schnelle Diagnose???
Hallo,
Bin ganz neu hier auf den Subreddit, und ich bräuchte mal eure Einschätzung.
Ich habe am Montag nach einem halben Jahr Wartezeit als gesetzlich versicherte Person meinen Diagnosetermin gehabt.
Termin. Weil ich nach einem Selbstauskunftsbogen und 10 Minuten Gespräch mit der Diagnose und einem Rezept für Ritalin wieder draußen war.
Keine Fremdauskunft, keine Schulzeugnisse, keine Tests.
Ich kenne das aus einem vorherigen Diagnoseversuch (damals mit aktiven Depressionen als optisch weibliche Person) anders, da musste ich zum ersten Termin Fremdauskunft aus Kindheit und Jetzt und einen Selbstauskunftbogen ausfüllen (lassen), Grundschulzeugnisse besorgen und war dann zum ersten Termin 2 Stunden da (mit ausführlichem Anamnesegespräch und neurologischen Tests and Computer) und hatte anschließend ein paar Wochen später noch einmal ein 50-Minütiges Gespräch über Videosprechstunde, vor dem ich nochmal Fragebögen ausfüllen musste. Wegen der aktiven Depressionen und den absolut an den Haare hergezogenen Auskünften meiner Mutter (ich wäre nicht vergesslicher als andere Kinder gewesen… Ich hab es nicht geschafft, auch nur ein einziges Mal meinen Turnbeutel in der Grundschule nicht entweder zuhause, in der Schule, dem Bus oder der Sporthalle zu vergessen, Regenschirme hab ich überall stehen lassen und vergessen, Schlüssel hatte ich meine gesamte Jugend nicht weil ich den verlieren würde, etc…) hab ich damals die Diagnose nicht bekommen.
Jetzt fühle ich mich maximal verunsichert, weil ich halt nach 10 Minuten schon fertig war, inklusive Rezept ausstellen. Die Psychiaterin hat nur den Bogen überflogen, ein paar Fragen gestellt (ob das schon in der Kindheit so war, was ich beruflich mache, Beziehungsstatus, und ob die Depression mich noch beeinträchtigt) und dann angefangen, mir zu erklären, wie ich die Tabletten nehmen soll und was für Nebenwirkungen auftreten könnten. Der nächste freie Termin um die Dosierung und meine Erfahrungen zu besprechen ist auch erst in 9 Monaten!
Ging die Diagnose viel zu schnell? Kann man das überhaupt so schnell feststellen? Wie soll ich weiter vorgehen? Zweitmeinung einholen? Anderen Psychiater in der Nähe suchen, der mich engmaschiger behandeln kann? Ich brauche ganz dringend ein paar Ratschläge.
Tl;Dr: Diagnose nach 10 Minuten, war das unseriös? Was soll ich jetzt tun?
Edit: bin 39, weiblich präsentierend nonbinär, falls das wichtig ist
r/ADHS • u/Alternative-Back-343 • 2h ago
Tipps/Vorschläge Kein Adhs - Soll ich eine Zweitmeinung holen?
Hallo zusammen, heute hatte ich meinen ersten Adhs Diagnostik Termin und es verlief ganz anders als erwartet. Der Therapeut hat, nachdem wir ein Screening über meine Kindheit gemacht haben und er meine Grundschulzeugnissse gelesen hat, sofort die Möglichkeit, dass ich Adhs haben könnte, "zu 99% ausgeschlossen". Ich war völlig verwirrt, weil man ja auch immer wieder von Fällen hört, wo Menschen erst im erwachsenen Alter eine Diagnose bekommen, weils in der Kindheit keine Auffäligkeiten gegeben hat.
Naja daraufhin machten wir noch einen Fragebogen zu meiner Gegenwart und auch da hat er gesagt, dass man das auf jeden Fall ausschließen kann und das nur weil ich überhaupt keine Neigung zu Impulsivität hätte, ein ruhiger Typ bin, keine Wutanfälle oder andere Gefühlsausbrüche bekomme, wenig rede in Gesprächen etc.
Ich hatte das Gefühl bei ihm, dass Adhs nur diese eine Form hat, wo vor allem das H hervorsticht - die Hyperaktivität. Dabei dachte ich immer, dass sich Adhs auch ganz anders auswirken, wie etwa dass man nach außen hin als ruhig wahrgenommen wird, innerlich aber ein riesen Chaos herrscht, was bei mir der Fall ist. Z.B. unterbreche ich Menschen zwar nicht oft in Gesprächen, habe aber JEDESMAL das Bedürfnis danach, jedoch weiß ich mich zu beherrschen (statt zu unterbrechen verarbeite ich diesen Impuls anderweitig, meist entstehen irgendwelche körperliche Reaktionen).
Fristen und Termine bereiten mir auch Probleme, habe neulich bei meinem neuen Job den zweiten Arbeitstag verpasst, weil ich vergessen habe, dass ich mich für den Tag eingetragen hatte. Wurde in meinem ersten Studiengang exmatrikuliert, weil ich - vereinfacht gesagt - eine Frist verpasst habe, die ich auch völlig vergessen hatte. Nur mal zwei Sachen genannt zu haben, ich könnte weiter ausführen.
Generell finde ich mich bei den Erzählungen von neurodivergenten Menschen oft wieder (insbesondere bei Adhslern) und den Verdacht habe ich nicht durch irgendwelche Tiktok Videos bekommen, sondern weil mein Cousin eine Diagnose bekommen hat und durch die darauffolgenden Gespräche, die wir hatten. Je mehr ich dann recherchierte, desto stärker wurde mein Verdacht. Zuletzt lernte ich einen Adhsler kennen, wo ich zum ersten mal das Gefühl hatte, dass eine Person vor mir sitzt die innerlich genauso gestrickt ist wie ich. Da hatte er mich dann dazu ermutigt, mich ebenfalls mal testen zu lassen, weil wir sehr ähnliche Probleme haben, und er seit der Diagnose und der Klarheit, die damit einhergeht, nun sehr gut im Leben zurechtkommt.
Nach dem Termin heute habe ich aber ehrlich gesagt die Motivation verloren, da weiter nachzuhaken, weil er sehr deutlich kommuniziert hat, dass man das ausschließen kann. Als Trostpreis hat er einen Verdacht auf Autismus bei mir gesehen, drum wäre meine nächste Haltestelle erstmal eine Autismusambulanz.
Was ich mich nun frage ist, ob dieser Therapeut, der sich als Experte für Adhs ausgibt, keine Ahnung hat oder ob ich mich zu sehr da reingesteigert habe. Letzendlich hätte es so gut gepasst und viele Fragen beantwortet.
r/ADHS • u/Brief_Gur_9194 • 14h ago
Medikamente Elvanse - Jemand, der KEINE Probleme mit unreiner Haut hat?
Ich nehme seit 3-4 Wochen Elvanse und die Wirkung übertrifft meine Erwartungen.
Jedoch habe ich seitdem neben dem zu erwartenden höheren Blutdruck und erhöhter Schweißproduktion bei körperlicher Aktivität nicht nur mehr Pickel (vorher hatte ich gelegentlich 1-2, die meist schnell wieder verschwanden - jetzt entdecke ich jeden Tag 1-2 neue, die noch dazu deutlich schmerzhafter und auffälliger sind).
Über google findet man enorm viele Menschen, die über ähnliche Probleme berichten, und überhaupt keine Stimmen, die sagen, dass sie keine Probleme haben oder dass es wieder aufhörte. Ich frage mich, ob es diese typische Internetphänomen ist oder ob wirklich so viele Menschen darunter leiden.
Ich bin heute an dem Punkt, an dem ich mir fast sicher bin, trotz der guten Wirkung, es wieder abzusetzen. Ich habe seitdem vieles probiert: meinen Zuckerkonsum deutlich reduziert, generell noch mehr auf gesunde Nahrung geachtet, mache wie gewohnt meinen Sport und achte darauf mein Gesicht gut zu reinigen und zu pflegen.
Falls jemand eine effektive Lösung gefunden hat würde ich mich freuen, wenn er sie hier teilen könnte.
r/ADHS • u/Paxooooo • 8h ago
Organization Hyperfocus
Hatte jemand von euch schon einmal einen Hyperfocus auf das Thema organisieren bzw planung? Ich habe manchmal (selten) phasen in denen ich akribisch meine Tage durchplane und das alles aufschreibe und mir jeden Tag eine ToDo liste schreibe und früh aufstehe und irgendwie alles schaffe. Das hält dann immer so eine Woche und dann bekommt die Routine kleine Dellen was dann dazu führt, dass ich sie komplett abbreche und depressiv werde. Kennt das jemand?
r/ADHS • u/flashy110 • 10h ago
Atomoxetin + Elvanse
Moin zusammen!
Ist hier jemand off-label auf Atomoxetin + Elvanse unterwegs und kann seine Erfahrungen teilen?
Ich bin seit 6 Monaten auf Atomoxetin (inzwischen morgens 40 mg und mittags 40 mg). Vor Jahren hatte ich schonmal Elvanse genommen, bis es nach 6 Monaten nicht mehr richtig wirkte. Das Problem hatte ich gefühlt mit allen Medikamenten, egal ob Elvanse, Medikinet oder jetzt Atomoxetin.
Dabei hatte Atomoxetin am besten gewirkt und ich dachte wirklich: „Jau, endlich habe ich das richtige Medikament am Start.“ Am A****! Nach 6 Monaten habe ich das Gefühl, dass ich wieder unter sehr schlechter Merkfähigkeit und Aufmerksamkeitsproblemen leide. Hab auch kein Bock meinen Alltag zu bewältigen. Simple Dinge wie Einkaufen sind schon belastend.
Daher hab ich heute aus Spaß mal meine alten Bestände ausgegraben. Morgens wie gewohnt vorm Frühstück 40 mg Atomoxetin und 1 Stunde später noch 20mg von einer 50 mg Elvanse. (Ich habe das Elvanse in 200 ml Wasser aufgelöst, 80 ml davon wegpipettiert, um auf 20 mg Elvanse zu kommen). weggetrunken die Suppe und nach 2 Std muss ick sagen: Das wirkt nicht schlecht!
Warum sind Ärzte da eigentlich so vorsichtig und wollen keine Kombitherapie? In Amerika ist das doch auch in Ordnung.
Wenn es schon kaum Therapieplätze gibt dann bitte doch mehr Möglichkeiten sich adäquat auf Medis einstellen zu können.
edit: habe nach weiterer Recherche erfahren, dass eine Kombinationstherapie wenn dann mit methylphenidat mehr Sinn ergibt, da Elvanse und Atomoxetin beide nicht so Herz-Kreislauffreundlich sind🤣 methylphenidat soll da moderater sein.
r/ADHS • u/WTFxPingu • 14h ago
ADHS Diagnose medikamentöse Behandlung
Hallo Leute, habe meine Diagnose bekommen vor etwa einen halben Jahr und es war mir ziemlich klar, dass ich ADHS habe. Vieles in meinem Leben läuft dennoch okay also auf Arbeit bin ich oft abgelenkt ansonsten super und mein Papierkram hab ich auch unter bester Kontrolle.. nur war ich das erste Mal beim Psychologen und dieser hat mir eher eine Therapie statt Medikamenten empfohlen.. nun bin ich auch schon lange hier dabei und lese dauernd von Elvanse und wie klar man damit ist und co. Die Ärztin hat mir nahegelegt, dass es zu den vielen Tabletten noch keine Langzeitstudien gibt und man nicht weiß wie sich das auswirkt auf die Zukunft, indem man täglich diese Pillen nimmt.. habt ihr keine Angst davor? Mir hat das ein Magengrummeln gegeben, weil ich mir schon auch Tabletten gewünscht hätte, damit alles leichter zu bewältigen ist, jedoch überlege ich auch wie mir die Ärztin mitteilte, dass man dann Zitat „ Tabletten schluckt um zu funktionieren wie als sei man ein Roboter“ mich hat das Gespräch jetz schon ziemlich abgeschreckt aber lese hier doch jeden Tag von den Erfahrungen der Menschen mit Elvanse und co.. ich bin echt hin und her gerissen und wollte einfach mal fragen wie es euch bei dem Thema geht. Hattet ihr viel Therapie vor den Tabletten? Habt ihr keine Angst vor äbhängigkeit oder Langzeitschäden? Allgemein auch dem Gefühl ohne Tabletten nicht zu funktionieren?
r/ADHS • u/paragraph303 • 14h ago
Medikamente Elvanse hilft im Alltag, aber nicht beim Lernen
Hi zusammen,
ich (M30) habe vor Kurzem meine ADHS-Diagnose bekommen und nehme seit ca. 1,5 Monaten Elvanse. Aktuell bin ich bei 40 mg, 50 mg war für mich zu viel.
Im Alltag merke ich auf jeden Fall starke positive Veränderungen. Beim klassischen stillen Lernen fürs Studium hilft es mir allerdings bisher kaum, weil ich nach wie vor weniger in den Fokus komme oder ihn behalte. Vorlesungs- und Seminarformate laufen dagegen auch deutlich besser, was mir auch wichtig war.
Deshalb meine Fragen:
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
Hat euch Methylphenidat (z. B. Ritalin) beim Lernen besser geholfen als Elvanse?
Wart ihr dann aber immernoch in der Lage mündlich aktiv mitzuarbeiten oder hat euch da Ritalin bei behindert?
Ich hab hier vereinzelt gelesen, dass manche je nach der Tagesaufgabe zwischen Elvanse und Ritalin wechseln, geht das? Wenn ja wie ist eure Erfahrung damit?
oder läuft das eher über einen kompletten Wechsel?
Falls ihr gewechselt habt: Musstet ihr Elvanse vorher ausschleichen oder war ein direkter Wechsel möglich?
Ich werde das natürlich auch mit meiner Psychiaterin besprechen, mich interessieren aber eure Erfahrungen.
Danke euch!
r/ADHS • u/dontoverthinkit111 • 16h ago
Empathie/Support Diagnose verschiebt sich wieder mal😔 bin deprimiert
Hey Leuteee,
Ich hatte ein Psychologen Gespräch und ein paar Tage vorher bekomm ich eine Nachrricht das ich einen neuen Termin für ein Gespräch brauche für mehr Klarheit darüber ob ich wirklich ADHS habe…wow jetzt muss ich wieder warten…das war irgendwie das wo ich mir dachte das wird mich dann abschalten lassen können…diese klarheit…aber nein ich muss nochmal warten, ich hab mich schon so positiv darauf eingestellt das das dann mit den medikamenten klappt und jetzt fühlt es sich gür mich so an als würde ich wieder meine zeit verschwenden, na toll…war das bei euch auch so?
Was hat euch geholfen?
r/ADHS • u/yay-Ssex • 8h ago
Tipps/Vorschläge Overthinking vorm Termin
Ich habe nach einem sehr langen Diagnoseverfahren morgen überraschend schnell einen Termin beim Psyichater um Medikamente abzuklären. Ich habe starke Probleme damit, meinen Bürojob irgendwie zufriedenstellend durchzuführen, ich habe alles probiert und es fühlt sich für mich so an, als ob medikamentöse Behandlung meine letzte Chance ist um auf Arbeit irgendwie zu funktionieren.
Dementsprechend bin ich heute am Tag vor meinem Termin sehr nervös, ich überlege mir die ganze Zeit was ich sagen könnte, habe Angst davor was sie sagen könnte und denke mich wahrscheinlich einfach viel zu sehr rein.
Deswegen dachte ich ich frage einfach nach euren Erfahreungen, um meine Sorgen hoffentlich als unberechtigt einordnen zu können.
Wie waren eure Erfahrungen mit eurem Psychiater? Wie lief der erste Termin und was sollte man wissen?
r/ADHS • u/Maxladidadou • 9h ago
Medikamente Vertrage Lisdexamfetamin-ratiopharm® 20mg viel besser als Elvanse von Takeda
Hallo, mein Neurologe hat mir anstatt das Lisdesxamfetamin von Ratiopharm was ich gewöhnlich bekomme die 90er Packung von Takeda aufgeschrieben und ich vertrage sie überhaupt nicht (Schwindel, Kopfschmerzen, Wortfindungsstörungen). Nebenbei erwähnt er hatte sich initial geweigert mir für die Zeit meines Auslandssemesters meine ADHD Medis zu verschreiben. Angeblich kam ein Brief von der Krankenkasse die darauf hingewiesen hat, dass so etwas nicht erwünscht sei (nach Rücksprache mit der Krankenkasse ist sowas nie passiert). Er hat mir dann erstmalig 90er Packung aufgeschrieben. Ich weiß jetzt nicht was ich machen soll. Ihm schreiben, dass ich sie nicht vertrage? Er hat mich ja bereits vermutlich belogen, weil er mir generell nicht mehr aufschreiben möchte als im Quartal vorgesehen. Deswegen denke ich, dass er sich querstellen wird. Mein Hausarzt schreibt mir jetzt doch was auf für mein Auslandsaufenthalt. Was soll ich tun ? Dem Neurologen schreiben ? Den Hausarzt fragen?
Danke für die Ratschläge.
r/ADHS • u/Old-Assistance8599 • 10h ago
ADHS Diagnosis in Berlin
Hi Everyone,
I am new here and believe I have ADHD. Recently, my situation has become much worse since my mother's passing. I am insured with TK and trying to get a diagnosis in English in Berlin but as expected most/all the praxis have replied saying they are not accepting new patients. I had a few questions for those who have gone through the process recently:
How much does a private diagnosis cost? What's the average number of sessions needed and the per session average cost? Does it differ for a psychiatrist vs psychotherapist?
If the diagnosis is done by a pyschothrapist, how easy or difficult is it to find a doctor to prescribe medicines? Does it need to be a psychiatrist or a GP will also work? Is doing the process online faster?
Since my ADHD is self diagnosed, during the first session do they do a test to explore other conditions on the neurodivergence spectrum or just take you for your word and dive deep into ADHD only?
Is there a possibility to document the public system failure and get public insurance to cover the cost of private diagnosis?
Thanks a lot for reading through and looking forward to your guidance 🙏
r/ADHS • u/AutoModerator • 19h ago
Medi Donnerstag Medi Donnerstag KW 30
Erfahrungen mit Medikamenten sind unterschiedlich. Manche erleben ungewollte Nebenwirkungen von denen andere nie etwas mitbekommen. (Oder ist das überhaupt eine Nebenwirkung oder tritt das was ich erlebe unabhängig von meinen Medikamenten auf?)
Hier könnt ihr euch offen über Medikation, Nebenwirkungen, Wirkungsgrad, die Dauer und alles Weitere austauschen. (Bitte dabei stets Community-Regel Nr. 5 beachten!)